Reiner Buchheim am Berg

Radsport · Erinnerungen · Geschichte

Reiner Buchheim

Auf dem Weg zu einem Radrennfahrer

Es gab viel zu lernen

Drei Stationen eines Radrennfahrers: Jugendfahrer, Junioren- und Seniorenklasse.

Erstes Radrennen Rund um Gröditz
Der Anfang einer langen Leidenschaft für den Radsport:
Mein erstes Radrennen in der Altersklasse 16–18 (Große Jugend).
„Rund um Gröditz“ hieß das Rad-Event. Ich bin rechts außen zu sehen.
Reiner Buchheim am Start
Reiner Buchheim im Ziel

Ich war damals 16 Jahre alt – am Start und im Ziel. Wer genau hinsieht, entdeckt auf beiden Aufnahmen die „grauen“ Söckchen. Eigentlich hätte ich damit disqualifiziert werden müssen. Die Regularien des DDR-Radsports waren eindeutig: Bei Radrennen waren weiße Socken vorgeschrieben.

Das Problem war nur: In der DDR waren weiße Söckchen oft Mangelware. Entweder gab es sie überhaupt nicht zu kaufen oder nur mit viel Glück und Beziehungen. Also trugen viele Fahrer das, was sie auftreiben konnten – auch wenn es streng genommen nicht den Vorschriften entsprach.

Attacke am Berg
Attacke am Berg – jetzt soll die Lücke aufgehen.
Führungsarbeit in der Spitzengruppe
Führungsarbeit in der Spitzengruppe (Staffelfahren).
Programmheft Jugendrennen

Einige Ergebnisse aus meiner Radlerzeit

Ergebnisliste 1
Ergebnisliste 2
Ergebnisliste 3
Ergebnisliste 4
So verliefen viele meiner Rennen: Gelegentlich war eine Top-Ten-Platzierung drin, meistens erreichte ich mit dem Hauptfeld eine Platzierung im Vorderfeld.
Vorne im Hauptfeld am Berg
Als Zweiter von rechts bin ich trotz der teilweise verdeckten Sicht gut zu erkennen. Im vorderen Fahrerfeld zu fahren, war eine klare Vorgabe meines Trainers Rudi Pietsch und entsprach zugleich den Empfehlungen der damaligen Radsport-Lehrbücher.

Früher war die Fotowelt für den Normalbürger in der DDR fast ausschließlich schwarz-weiß – heute ist Farbenpracht angesagt. Mit 80 Jahren drückte ich deshalb noch einmal die „Schulbank“ und lernte das Kolorieren historischer Fotos. So werden Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten in eine moderne, realistische und farbige Gegenwart geholt.